Samstag, 17. Januar 2009

das erdbeben vom 8.1.09

und es hat geschuettelt und zwar mit staerke 6.2 und das ca. 20 sekunden lang. wir hielten gerade siesta, sind erwacht und wie der blitz nach draussen gerannt. unsere gefuehle kann man gar nicht beschreiben. es macht einem sehr angst und danach folgt knieschlotter und huehnerhaut. nachts schlafen wird zur qual, da man eine zeitlang im ungewissen ist. an unseren beiden bauten sind keine schaeden entstanden. das epizentrum lag 8 km vom poas entfernt. dort sind "strubi" schaeden entstanden. haeuser sind weggesackt und in "schluchten" verschwunden, grosse teile der zufahrtsstrassen zum poas ebenfalls. nach verschuetteten wird immer noch gesucht, aber da besteht wohl gar keine hoffnung mehr. sehr viele leute mussten ihr haeuser verlassen, eine rueckkehr ist nicht denkbar, da bis heute ueber 1000 nachbeben registriert wurden. der poas-park ist geschlossen, da der vulkan starke gaswolken ausstoesst.
im ganzen land wird immer noch gesammelt, es werden wolldecken (nachts ist es um die 10 grad), wasser, milch, sonstige lebensmittel wie reis und bohnen, konserven, kinderspielzeug, etc. gesammelt.
viele freiwillige helfen bei der suche nach vermissten. schaufeln, etc. muessen sie selber mitbringen, da costa rica ueber keine speziell ausgebildeten katastrofenhelfer verfuegt. also geht alles sehr langsam vorwaerts. die usa und kolumbien haben wenigstens hubschrauber zur verfuegung gestellt. es hatte viele touristen am poas und die wurden dann ausgeflogen (zum teil wurden sie abgezockt und bezahlten ueber $ 1700.-- pro person!!!). Ueber die anzahl vermisster und toter personen weiss keiner bescheid und die regierung haelt sich mit schaetzungen sehr zurueck. es koennte dem tourismus schaden.

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

Wir wissen wie das ist, hier ein Ausschnitt unserer Reise nach Peru 2008.
Dienstag 08.07.
Um 4:30 rumpelte das Zimmer, die Fenster zitterten. John kam zu uns und sagte wir müssen sofort raus. Jetzt wissen wie es ist wenn die Erde bebt. Etwa eine halbe Stunde später konnten wir wieder ins Bett. Von schlafen keine Rede mehr. Wir mussten ja un 7:00 frühstücken. Um halb acht wurden wir vom Bus abgeholt. Heute geht die Reise nach Chivay. Das ist der Ausgangspunkt für den morgigen Ausflug. Die Reise führt uns durch die Anden. Der höchste Punkt heute war 4910 müM. Wir alle haben im Gegensatz zu andern die Höhe gut überstanden. In Chivay gab es ein Essen in Buffetform. Die Speisen schmeckten lecker. Nach dem Bezug des Hotels machten wir noch einen Bummel durch das Dorf, das immer noch auf 3640 m liegt. Zum Znacht essen wir Brot, Käse und Orangen vom gestrigen Markt.

Herzliche Grüsse aus Rüfenacht
Uelu